Kalter Entzug
Wie ja gemeinhin bekannt ist, bin ich nicht nur Chemi... äh, Schachprofi sondern auch Chemiker.
Solange dieser Blog existiert, wurde ich allerdings durchgehend von jenem Ort verschont, der für die meisten meiner Kommilitonen eine Art "alma mater" darstellt, für mich hingegen eher den "Vorhof zur Hölle". Das Labor.
Heute war es wieder soweit. Um 6:20, beim Klingeln des Weckers, welches aus dem unendlichen Jenseits direkt ins Gehirn zu hallen schien, war mein Sprung ins kalte Wasser vollzogen. Bis zum Jahresende warten über 5 Wochen Biochemiepraktikum auf mich. Das letzte Mal Labor, außer der möglichen Diplomarbeit. Aber vorläufig.
Immerhin, ich hatte mir das Wiedersehen mit dem Grauen der letzten 5 Jahre weitaus schlimmer ausgemalt. Die Symptome reichten von schlechtem Gewissen infolge ungenügender Vorbereitung auf die kommende Aufgabe über anhaltende Appetit- und Schlaflosigkeit in den letzten Wochen bis hin zu auschweifenden Selbstgesprächen über den Sinn des Lebens.
Aber wie gesagt, sooo schlimm war es jetzt gar nicht :-)
Mein Chef/Betreuer ist total nett und das, was ich zumindest heute erledigen musste, hat mich beileibe nicht übermäßig angestrengt, wenn nicht sogar ein wenig gelangweilt. Oft musste ich auch einfach herumsitzen und auf weitere Anweisungen warten, wie etwa beim Schach, wenn der Gegner am Zuge ist. An Überarbeitung werde ich da jedenfalls mit Sicherheit nicht zugrunde gehen.
Psychische Langzeitschäden infolge meiner Beschäftigung sind dagegen keineswegs unwahrscheinlich. Denn auch das hochmoderne HPLC-Spektrometer, an dem ich die meiste Zeit arbeiten muss, hat einen deftigen Knall. Alle 5 Sekunden (habe ich nachgemessen!), gibt es ein penetrantes, durchdringendes "Düt-Düt-Düt-Düüüt!" von sich. Der Schalter, der das elende Gerät zum ewigen Schweigen verdammen könnte, ist leider kaputt. Fragt sich natürlich, wozu diese Düt-Funktion überhaupt gut sein soll. Ein Folterwerkzeug?
Jedenfalls, bei einer sechswöchigen Beschäftigung mit dem Gerät, ausgehend von durchschnittlich sechs Stunden am Tag, wird also bis Weihnachten insgesamt etwa 130000 Mal das besagte Geräusch mein Trommelfell durchdringen. Frohe Aussichten! Wenigstens muss ich das Fest diesmal nicht im geschätzten Kreise der Großfamilie feiern, denn einige "Exemplare" bringen diese Anzahl an Wörtern auch gern mal im Laufe eines einzigen Abends heraus. Und da würde man am Liebsten teilweise echt zurück in die Arme des HPLC-Spektrometers fliehen.
Hier ein paar Bilder aus dem Chemie-Zoo:

Das hochmoderne, aber extrem nervtötend piepende HPLC-Spektrometer

Eine Reagenzgläserfarm.

Sooo viele bunte Farben, und alles so ordentlich! Das ist ein Frauen-Arbeitsplatz.

Beängstigende Apparaturen versperren den Blick in die Freiheit.
Freunde der Sonne! Passt gut auf was ihr studiert.... HEY! Hört auf so laut zu kichern...!!! Seht ihr nicht, dass ich leide?! ;-)
Solange dieser Blog existiert, wurde ich allerdings durchgehend von jenem Ort verschont, der für die meisten meiner Kommilitonen eine Art "alma mater" darstellt, für mich hingegen eher den "Vorhof zur Hölle". Das Labor.
Heute war es wieder soweit. Um 6:20, beim Klingeln des Weckers, welches aus dem unendlichen Jenseits direkt ins Gehirn zu hallen schien, war mein Sprung ins kalte Wasser vollzogen. Bis zum Jahresende warten über 5 Wochen Biochemiepraktikum auf mich. Das letzte Mal Labor, außer der möglichen Diplomarbeit. Aber vorläufig.
Immerhin, ich hatte mir das Wiedersehen mit dem Grauen der letzten 5 Jahre weitaus schlimmer ausgemalt. Die Symptome reichten von schlechtem Gewissen infolge ungenügender Vorbereitung auf die kommende Aufgabe über anhaltende Appetit- und Schlaflosigkeit in den letzten Wochen bis hin zu auschweifenden Selbstgesprächen über den Sinn des Lebens.
Aber wie gesagt, sooo schlimm war es jetzt gar nicht :-)
Mein Chef/Betreuer ist total nett und das, was ich zumindest heute erledigen musste, hat mich beileibe nicht übermäßig angestrengt, wenn nicht sogar ein wenig gelangweilt. Oft musste ich auch einfach herumsitzen und auf weitere Anweisungen warten, wie etwa beim Schach, wenn der Gegner am Zuge ist. An Überarbeitung werde ich da jedenfalls mit Sicherheit nicht zugrunde gehen.
Psychische Langzeitschäden infolge meiner Beschäftigung sind dagegen keineswegs unwahrscheinlich. Denn auch das hochmoderne HPLC-Spektrometer, an dem ich die meiste Zeit arbeiten muss, hat einen deftigen Knall. Alle 5 Sekunden (habe ich nachgemessen!), gibt es ein penetrantes, durchdringendes "Düt-Düt-Düt-Düüüt!" von sich. Der Schalter, der das elende Gerät zum ewigen Schweigen verdammen könnte, ist leider kaputt. Fragt sich natürlich, wozu diese Düt-Funktion überhaupt gut sein soll. Ein Folterwerkzeug?
Jedenfalls, bei einer sechswöchigen Beschäftigung mit dem Gerät, ausgehend von durchschnittlich sechs Stunden am Tag, wird also bis Weihnachten insgesamt etwa 130000 Mal das besagte Geräusch mein Trommelfell durchdringen. Frohe Aussichten! Wenigstens muss ich das Fest diesmal nicht im geschätzten Kreise der Großfamilie feiern, denn einige "Exemplare" bringen diese Anzahl an Wörtern auch gern mal im Laufe eines einzigen Abends heraus. Und da würde man am Liebsten teilweise echt zurück in die Arme des HPLC-Spektrometers fliehen.
Hier ein paar Bilder aus dem Chemie-Zoo:

Das hochmoderne, aber extrem nervtötend piepende HPLC-Spektrometer

Eine Reagenzgläserfarm.

Sooo viele bunte Farben, und alles so ordentlich! Das ist ein Frauen-Arbeitsplatz.

Beängstigende Apparaturen versperren den Blick in die Freiheit.
Freunde der Sonne! Passt gut auf was ihr studiert.... HEY! Hört auf so laut zu kichern...!!! Seht ihr nicht, dass ich leide?! ;-)
Kaffeehausschach - Mi, 18. Nov, 20:44


































































