Lieber Michael Schönherr...
... zunächst einmal vielen Dank für das große Vergnügen, das mir die Lektüre der neuen Ausgabe Ihrer Schach-Zeitung im Vergleich zum letzten Mal bereitet hat. Also nicht, dass sich am Inhalt irgendetwas Wesentliches zum Positiven verändert hätte. Gott bewahre, nein. Das hätte ich auch nie wirklich erwartet. Aber dafür musste ich ja auch gar nicht lange blättern. Das Vorwort "Von Rednern und Machern" auf Seite 3, das ist wirklich klasse.

Ne, wirklich. Besser kann man eigene Verbittertheit, sowie den Unwillen mit sachlicher Kritik umzugehen, die ja anscheidend wie eine doppelte Portion Laxativum bis in den entlegendsten Enddarmtrakt der Redaktion eingeschlagen haben muss, wahrlich nicht demonstrieren. Bravo! Ich darf dem Leser an dieser Stelle einmal ein paar Passagen aus dem Text zitieren.
Zu welcher Kategorie von Mensch gehören Sie?
Zu den Rednern oder zu den Machern?
Hm, so ein bisschen Schubladendenken schadet ja nie... Gucken wir weiter...
Wenn Sie zu den Machern gehören, herzlichen Glückwunsch. Sie sind mir sehr sympathisch.
Wobei der Fortlauf des Textes natürlich die Frage aufwirft, wie erstrebenswert dieses Ziel eigentlich ist...
Neben den Machern gibt es die Redner. Das sind die, die reden und reden und reden... Und die haben Ideen, die super sind. Mensch, was könnten die alles machen. Aber sie reden nur. [...] Tun Sie sich einen Gefallen: Werden Sie endlich ein Macher, [...]!
Aber überlegen Sie sich vorher bitte genau, ob Sie dazu überhaupt die Fähigkeiten und das Know-How haben, Sie sehen ja, wie es sonst endet!
Ganz schlimm sind Redner, die dann auch noch einen sogenannten Blog im Internet eröffnen und ihr Gerede in Schrift veröffentlichen.
Na, bei der Bundestagswahl besteht ja zum Glück demnächst die Möglichkeit, durch eine entsprechende Stimmabgabe etwas gegen übertriebene Meinungsfreiheit im Internet zu unternehmen. Bald erscheinen beim Anklicken von Schachblogs große rote Stop-Schilder.
Sehr bedenklich ist die Tatsache, dass solche Gedanken [es geht i.W. um die auf dieser Seite geschilderte Kritik, I.S.] von Schachfreunden veröffentlicht werden, von denen man ja eigentlich intelligente Äußerungen erwarten dürfte.
Das ist natürlich schade... Kann man daraus eigentlich wenigstens im Umkehrschluss ableiten, dass die von Nichtschachspielern zu erwartenden Äußerungen sich auf einem geringeren intelektuellen Niveau bewegen müssten? Wie sieht es eigentlich mit Ihren Schachkünsten aus?
Das Internet ist ein großer See, in den jeder reinpinkeln kann, ohne dabei beobachtet zu werden.
Zusammen mit einer weiteren, hier unzitierten Stelle, wo es um "Hinterlassenschaften von Hunden" geht, stellt sich mir doch die Frage, ob das für ein Vorwort einer ach so seriösen Zeitung nicht doch ein paar Fäkal-Vergleiche zuviel sein könnten. Ach ja, bevor jemand fragt: Für den Schachzoo gilt diese Einschränkung übrigens nicht :-) ; weder hat er den Anspruch, seriös zu sein, noch müssen seine Leser 4,80€ für Zugang bezahlen.
Und zum krönenden Abschluss drei Ratschläge auf den Heimweg:
Wie auch immer, bleiben Sie aufmerksam und wachsam.
Ja, das war doch jetzt eigentlich mein Text, sollte Kritik (im Internet) nicht gerade noch für illegitim, wenn nicht gar für illegal erklärt werden?
Und vor allem: Seien oder werden Sie ein Macher!
Also doch die Fronten wechseln und lieber andere Menschen übers Ohr hauen?
Und nicht vergessen: Wer nichts weiß, muss alles glauben!
Freunde! Das ist der wichtigste Satz im ganzen Text. Kauft euch ein einziges Mal diese Zeitung oder blättert die wenigstens
am Bahnhof durch. Dann wisst ihr auch, wovon ich rede und müsst mir eben nicht alles aufs Wort glauben.
Wie Sie sehen, das Vorwort verfehlt seine Wirkung nicht. Man kann eine Menge wichtiger Dinge lernen. Aber irgendwas sagt mir, der Titel "Von Rednern, Machern und Betrügern" hätte es noch etwas besser getroffen.

Ne, wirklich. Besser kann man eigene Verbittertheit, sowie den Unwillen mit sachlicher Kritik umzugehen, die ja anscheidend wie eine doppelte Portion Laxativum bis in den entlegendsten Enddarmtrakt der Redaktion eingeschlagen haben muss, wahrlich nicht demonstrieren. Bravo! Ich darf dem Leser an dieser Stelle einmal ein paar Passagen aus dem Text zitieren.
Zu welcher Kategorie von Mensch gehören Sie?
Zu den Rednern oder zu den Machern?
Hm, so ein bisschen Schubladendenken schadet ja nie... Gucken wir weiter...
Wenn Sie zu den Machern gehören, herzlichen Glückwunsch. Sie sind mir sehr sympathisch.
Wobei der Fortlauf des Textes natürlich die Frage aufwirft, wie erstrebenswert dieses Ziel eigentlich ist...
Neben den Machern gibt es die Redner. Das sind die, die reden und reden und reden... Und die haben Ideen, die super sind. Mensch, was könnten die alles machen. Aber sie reden nur. [...] Tun Sie sich einen Gefallen: Werden Sie endlich ein Macher, [...]!
Aber überlegen Sie sich vorher bitte genau, ob Sie dazu überhaupt die Fähigkeiten und das Know-How haben, Sie sehen ja, wie es sonst endet!
Ganz schlimm sind Redner, die dann auch noch einen sogenannten Blog im Internet eröffnen und ihr Gerede in Schrift veröffentlichen.
Na, bei der Bundestagswahl besteht ja zum Glück demnächst die Möglichkeit, durch eine entsprechende Stimmabgabe etwas gegen übertriebene Meinungsfreiheit im Internet zu unternehmen. Bald erscheinen beim Anklicken von Schachblogs große rote Stop-Schilder.
Sehr bedenklich ist die Tatsache, dass solche Gedanken [es geht i.W. um die auf dieser Seite geschilderte Kritik, I.S.] von Schachfreunden veröffentlicht werden, von denen man ja eigentlich intelligente Äußerungen erwarten dürfte.
Das ist natürlich schade... Kann man daraus eigentlich wenigstens im Umkehrschluss ableiten, dass die von Nichtschachspielern zu erwartenden Äußerungen sich auf einem geringeren intelektuellen Niveau bewegen müssten? Wie sieht es eigentlich mit Ihren Schachkünsten aus?
Das Internet ist ein großer See, in den jeder reinpinkeln kann, ohne dabei beobachtet zu werden.
Zusammen mit einer weiteren, hier unzitierten Stelle, wo es um "Hinterlassenschaften von Hunden" geht, stellt sich mir doch die Frage, ob das für ein Vorwort einer ach so seriösen Zeitung nicht doch ein paar Fäkal-Vergleiche zuviel sein könnten. Ach ja, bevor jemand fragt: Für den Schachzoo gilt diese Einschränkung übrigens nicht :-) ; weder hat er den Anspruch, seriös zu sein, noch müssen seine Leser 4,80€ für Zugang bezahlen.
Und zum krönenden Abschluss drei Ratschläge auf den Heimweg:
Wie auch immer, bleiben Sie aufmerksam und wachsam.
Ja, das war doch jetzt eigentlich mein Text, sollte Kritik (im Internet) nicht gerade noch für illegitim, wenn nicht gar für illegal erklärt werden?
Und vor allem: Seien oder werden Sie ein Macher!
Also doch die Fronten wechseln und lieber andere Menschen übers Ohr hauen?
Und nicht vergessen: Wer nichts weiß, muss alles glauben!
Freunde! Das ist der wichtigste Satz im ganzen Text. Kauft euch ein einziges Mal diese Zeitung oder blättert die wenigstens
am Bahnhof durch. Dann wisst ihr auch, wovon ich rede und müsst mir eben nicht alles aufs Wort glauben.
Wie Sie sehen, das Vorwort verfehlt seine Wirkung nicht. Man kann eine Menge wichtiger Dinge lernen. Aber irgendwas sagt mir, der Titel "Von Rednern, Machern und Betrügern" hätte es noch etwas besser getroffen.
Kaffeehausschach - Do, 27. Aug, 20:29







