Schach vom anderen Stern
Ich klicke eigentlich immer kurz alle Bundesliga-Partien durch, einfach um zu gucken, was so grade los ist, wo theoretische Diskussionen brennen und natürlich auch zur Unterhaltung. Diesmal war mit Elisabeth Pähtz gegen Mihail Saltaev eine Partie dabei, die zwar keineswegs hochklassig gespielt war, aber aufgrund ihrer bizarren, mit "normalem" Schach wenig zu tun habenden Ideen und Konzepte und einer Vielzahl von möglichen Remisfestungen einen nachhaltigen Eindruck auf mich hinterlassen hat, so dass ich sie mit Rybka näher angesehen habe, nur um einmal mehr zum Entschluss zu kommen, wie beschränkt sowohl der Mensch als auch die Maschine in einigen Bereichen sind und wie kraftvoll eine Allianz der beiden wirken kann.
Pähtz,Elisabeth (2482) - Saltaev,Mihail (2492)
BL 0910 SC Eppingen - SV Mülheim Nord (1.8), 17.10.2009



39.Se2 Die Partie ist bisher ereignisarm verlaufen, aber Schwarz hat klaren Vorteil. Sein Doppelbauer fällt wenn, dann positiv ins Gewicht, er besitzt noch den besseren der "schlechten" Läufer in dieser scheinbar völlig versteinerten Bauernstruktur und das Wichtigste ist der superschwache weiße a4. Ohne Türme wäre er nicht zu verteidigen, also muss Elisabeth bis zum Ende einen Turm auf dem Brett behalten. Ich kann es natürlich nicht genau sagen, aber die Stellung sollte auf meinen oberflächlichen Eindruck nicht zu knacken sein. Es gibt nur eine Schwäche a4, die verhältnismäßig gut zu decken ist, und die Einbruchsfelder sind alle gedeckt. Mal sehen, was in dieser Partie noch passiert und lassen wir auf jeden Fall Rybka an. Auch wenn man es der Stellung nicht anmerkt, aber hier schlummern gemeine taktische Motive. 39...Sg6 40.Kf2 Tg7 41.Lc1 Tg8 42.Ld2 Sf8?

Scheinbar das Natürlichste auf der Welt, den Springer von g6 nach e6 zu überführen, aber damit stellt Saltaev (eigentlich) die Partie weg. Korrekt wäre das Manöver gewesen, stünde der Turm nicht in der g-Linie, etwa auf h8. Warum? 43.Kf1? Und Pähtz geht achtlos am Glück vorbei. Es ist so schwer, sich von Verteidigung auf Angriff umzuschalten... [43.Lxf4! Lxf4 44.g4+ hxg4 45.fxg4+ Kg5 46.h4+! Kxh4 (46...Kxg4 47.Tg1+ Darum!) 47.Sxf4 Txg4 48.Sxd5+- und die schwarzen vorgeschobenen Bauern haben ihre Stütze eingebüßt und gehen alle verloren. Ok, schwer zu sehen.] 43...Se6 44.Lc1 Lf8 45.Ld2 Lh6 46.Kf2 Lg5 47.Kf1 Lh4 48.Td1 Lg3 49.Tc1 Tg7 50.Td1 Te7 51.Tc1 Sf8 52.Td1 Sg6 53.Le1 Lxe1 54.Txe1 h4 55.Tb1

Nach dem Läufertausch, den die Weiße wohl nicht unbedingt mitmachen musste, hat sich die Stellung noch mehr statisch gemacht. Kann Schwarz die Barriere brechen? 55...Te3 56.Sc1 Kg5 57.Kf2 Se7 58.Ta1 Sf5 59.Tb1 Te7 60.Se2 Se3 61.Tg1 Sc2 62.Td1 Se3 63.Tg1 Sf5 64.Tb1 Te3 Der Turm will über d3 nach d2 reinkommen. Das wäre das Ende für Weiß. Also muss sie das Feld d3 decken... 65.Sc1

65...Sg3 66.Ta1 und die Felder a1 und b1 sei dank, entkommt Weiß knapp dem Tod durch Zugzwang. Noch andere schwarze Ideen, durchzukommen? Saltaev versucht es weiter.. 66...Sh1+ 67.Kf1 Kf5 68.Tb1 Sg3+ 69.Kf2 Ke6 70.Ta1 Kf7 71.Tb1 Te8 72.Ta1 Kg6 73.Tb1 Sf5 74.Se2 Kg5 75.Ta1 Se3 76.Tg1 Te7 77.Te1 Sc2 78.Td1 Te3 79.Sc1

Der Turm auf d3 bedeutet für Weiß immer den Tod. Also ist Te3 - Sc1 eine Art Opposition. 79...Kf5 80.Tg1 Kg5 81.Td1 Sa3!?

Der Springer geht im Gewinnstreben auf Selbstmordmission. 82.Tg1 [82.bxa3 läuft beim Comp unter "Ausgleich" nach 82...Txc3 83.Se2 Tc2 84.Tb1 b2 (84...Ta2 85.Ke1 Txa3?? 86.Sc3+- kostet den Turm und die Partie...) 85.Ke1 c3 86.Sxc3 Txc3 87.Txb2 Txa3 88.Tb5 Txa4 89.Txd5+ aber ich verstehe, warum Elisabeth sich damit nicht anfreunden mochte.] 82...Sb1 Quantensprung geschafft! Der Springer ist hinter die Bauernkette gekommen! Aber ist das wirklich eine Errungenschaft? Er hätte vielmehr zurückhüpfen sollen... 83.Se2 nun hängt er und hat nur ein Feld. Also ab nach d2. Oder? 83...Sd2?

Objektiv anscheinend nicht falsch aber halst sich noch mehr Probleme auf als er eh schon hat. Wollte Saltaev jetzt gewinnen oder was ging in ihm vor?. Diese Stellung ist für uns Menschen einfach zu bizarr um sie korrekt zu behandeln. Die Wahrheit sieht so aus, dass der Springer in höherem Sinne eh bereits todgeweiht ist, aber mit [83...Td3!! 84.Txb1 Td2 85.Ke1 Tc2 86.Kd1 Kf5

Analysediagramm
ließ sich wirklich noch ein Remis erzielen - Weiß kommt in der Verwertung seiner Mehrfigur keinen Millimeter mehr weiter. Sieg des Geistes über die Materie oder was? 87.Tc1 Txb2 88.Ta1 Ta2 89.Tb1 Kg5! 90.Ke1 Txa4-+ ist Spiel auf Verlust.]
Zurück zur Partie, wo 83...Sd2 geschah.

84.Sc1 Leider fiel Pähtz keine Methode ein, den kessen Springer einzufangen. So lässt sie die Zugwiederholung zu, über die Saltaev vermutlich mittlerweile auch schon glücklich war. Aber es gäbe eine Lösung, die zwar trotzdem nicht den Sieg brächte, aber zumindest für die Zuschauer reizvoll gewesen wäre:
[84.Td1 Den Springer angreifen, bringt nichts wegen 84...Td3 85.Te1 (85.Sc1?? Se4+–+) 85...f5 86.Sc1 Se4+!! 87.fxe4 Td2+ 88.Te2 sonst tuts auf b2 weh! 88...Txe2+ 89.Kxe2 fxe4

Analysediagramm
und der Springer kann sein c1–e2-g1–Kastell nicht verlassen, also remis! Im Gegensatz zu Rybkas Meinung natürlich.;
84.Te1! gewinnt in allen Varianten den Springer, aber Schwarz kann sich retten: 84...f5!? hält den Laden zusammen:
a) sofortige Verzweiflung wird bestraft: 84...Sxf3 85.gxf3 Td3 86.Sg1! (86.Tg1+ Kf5 87.Tg4 Td2 88.Txf4+ Ke6 89.Txh4 Txb2 90.Th8 Ta2 91.Tb8 ist auch gut, aber etwas unmethodisch...) 86...Td2+ 87.Te2 Td1 88.Te8 Td2+ 89.Se2 Txb2 90.Td8+- und der Turm fängt an zu wildern.;
b) Versuch, den Springer zu decken geht auch: 84...Td3! 85.Sc1 Te3! (85...Se4+?? 86.fxe4 Td2+ 87.Te2 Txe2+ (87...Td1 88.exd5) 88.Sxe2+- und der schwarze Bauer ist nicht auf f5 und kann nicht auf e4 nehmen.) 86.Td1! Sb1 87.Se2 Sa3!! 88.bxa3 Kf5

Analysediagramm
und soweit ich das beurteilen kann, haben wir eine Festung vorliegen. Weiß kann den Turm einfach nicht aus seiner Stellung ausräuchern. Natürlich schreit der Rechner "Gewonnen für Weiß!" aber führt auch keine Belege an. 89.Ke1 Td3 90.Td2 Kg5 91.Tb2 Kf5 92.Sc1!? Txc3 93.Kd2 Te3=;
back to 84...f5!?
85.Sc1 Txe1! (nicht 85...Sb1 86.Sxb3!! und gewinnt, etwa 86...Txe1 87.Kxe1 cxb3 88.Kd1+-) 86.Kxe1 Se4 87.fxe4 fxe4 88.Ke2

Analysediagramm
und wieder die bekannte Festung.]

Die Partie endete am Ende "unspektakulär" mit
84...Sb1 85.Se2 Sd2 86.Sc1 Sb1
Bizarres Schach mit beinahe unmenschlichen Motiven, wo jeder von uns mit seiner Vorstellungskraft vermutlich schnell am Ende wäre. ½–½
Hier ist die Partie zum Download:
Paehtz-Saltaev (cbv, 6 KB)
Paehtz-Saltaev1 (pgn, 6 KB)
...und nun gute Nacht!
Pähtz,Elisabeth (2482) - Saltaev,Mihail (2492)
BL 0910 SC Eppingen - SV Mülheim Nord (1.8), 17.10.2009



39.Se2 Die Partie ist bisher ereignisarm verlaufen, aber Schwarz hat klaren Vorteil. Sein Doppelbauer fällt wenn, dann positiv ins Gewicht, er besitzt noch den besseren der "schlechten" Läufer in dieser scheinbar völlig versteinerten Bauernstruktur und das Wichtigste ist der superschwache weiße a4. Ohne Türme wäre er nicht zu verteidigen, also muss Elisabeth bis zum Ende einen Turm auf dem Brett behalten. Ich kann es natürlich nicht genau sagen, aber die Stellung sollte auf meinen oberflächlichen Eindruck nicht zu knacken sein. Es gibt nur eine Schwäche a4, die verhältnismäßig gut zu decken ist, und die Einbruchsfelder sind alle gedeckt. Mal sehen, was in dieser Partie noch passiert und lassen wir auf jeden Fall Rybka an. Auch wenn man es der Stellung nicht anmerkt, aber hier schlummern gemeine taktische Motive. 39...Sg6 40.Kf2 Tg7 41.Lc1 Tg8 42.Ld2 Sf8?

Scheinbar das Natürlichste auf der Welt, den Springer von g6 nach e6 zu überführen, aber damit stellt Saltaev (eigentlich) die Partie weg. Korrekt wäre das Manöver gewesen, stünde der Turm nicht in der g-Linie, etwa auf h8. Warum? 43.Kf1? Und Pähtz geht achtlos am Glück vorbei. Es ist so schwer, sich von Verteidigung auf Angriff umzuschalten... [43.Lxf4! Lxf4 44.g4+ hxg4 45.fxg4+ Kg5 46.h4+! Kxh4 (46...Kxg4 47.Tg1+ Darum!) 47.Sxf4 Txg4 48.Sxd5+- und die schwarzen vorgeschobenen Bauern haben ihre Stütze eingebüßt und gehen alle verloren. Ok, schwer zu sehen.] 43...Se6 44.Lc1 Lf8 45.Ld2 Lh6 46.Kf2 Lg5 47.Kf1 Lh4 48.Td1 Lg3 49.Tc1 Tg7 50.Td1 Te7 51.Tc1 Sf8 52.Td1 Sg6 53.Le1 Lxe1 54.Txe1 h4 55.Tb1

Nach dem Läufertausch, den die Weiße wohl nicht unbedingt mitmachen musste, hat sich die Stellung noch mehr statisch gemacht. Kann Schwarz die Barriere brechen? 55...Te3 56.Sc1 Kg5 57.Kf2 Se7 58.Ta1 Sf5 59.Tb1 Te7 60.Se2 Se3 61.Tg1 Sc2 62.Td1 Se3 63.Tg1 Sf5 64.Tb1 Te3 Der Turm will über d3 nach d2 reinkommen. Das wäre das Ende für Weiß. Also muss sie das Feld d3 decken... 65.Sc1

65...Sg3 66.Ta1 und die Felder a1 und b1 sei dank, entkommt Weiß knapp dem Tod durch Zugzwang. Noch andere schwarze Ideen, durchzukommen? Saltaev versucht es weiter.. 66...Sh1+ 67.Kf1 Kf5 68.Tb1 Sg3+ 69.Kf2 Ke6 70.Ta1 Kf7 71.Tb1 Te8 72.Ta1 Kg6 73.Tb1 Sf5 74.Se2 Kg5 75.Ta1 Se3 76.Tg1 Te7 77.Te1 Sc2 78.Td1 Te3 79.Sc1

Der Turm auf d3 bedeutet für Weiß immer den Tod. Also ist Te3 - Sc1 eine Art Opposition. 79...Kf5 80.Tg1 Kg5 81.Td1 Sa3!?

Der Springer geht im Gewinnstreben auf Selbstmordmission. 82.Tg1 [82.bxa3 läuft beim Comp unter "Ausgleich" nach 82...Txc3 83.Se2 Tc2 84.Tb1 b2 (84...Ta2 85.Ke1 Txa3?? 86.Sc3+- kostet den Turm und die Partie...) 85.Ke1 c3 86.Sxc3 Txc3 87.Txb2 Txa3 88.Tb5 Txa4 89.Txd5+ aber ich verstehe, warum Elisabeth sich damit nicht anfreunden mochte.] 82...Sb1 Quantensprung geschafft! Der Springer ist hinter die Bauernkette gekommen! Aber ist das wirklich eine Errungenschaft? Er hätte vielmehr zurückhüpfen sollen... 83.Se2 nun hängt er und hat nur ein Feld. Also ab nach d2. Oder? 83...Sd2?

Objektiv anscheinend nicht falsch aber halst sich noch mehr Probleme auf als er eh schon hat. Wollte Saltaev jetzt gewinnen oder was ging in ihm vor?. Diese Stellung ist für uns Menschen einfach zu bizarr um sie korrekt zu behandeln. Die Wahrheit sieht so aus, dass der Springer in höherem Sinne eh bereits todgeweiht ist, aber mit [83...Td3!! 84.Txb1 Td2 85.Ke1 Tc2 86.Kd1 Kf5

Analysediagramm
ließ sich wirklich noch ein Remis erzielen - Weiß kommt in der Verwertung seiner Mehrfigur keinen Millimeter mehr weiter. Sieg des Geistes über die Materie oder was? 87.Tc1 Txb2 88.Ta1 Ta2 89.Tb1 Kg5! 90.Ke1 Txa4-+ ist Spiel auf Verlust.]
Zurück zur Partie, wo 83...Sd2 geschah.

84.Sc1 Leider fiel Pähtz keine Methode ein, den kessen Springer einzufangen. So lässt sie die Zugwiederholung zu, über die Saltaev vermutlich mittlerweile auch schon glücklich war. Aber es gäbe eine Lösung, die zwar trotzdem nicht den Sieg brächte, aber zumindest für die Zuschauer reizvoll gewesen wäre:
[84.Td1 Den Springer angreifen, bringt nichts wegen 84...Td3 85.Te1 (85.Sc1?? Se4+–+) 85...f5 86.Sc1 Se4+!! 87.fxe4 Td2+ 88.Te2 sonst tuts auf b2 weh! 88...Txe2+ 89.Kxe2 fxe4

Analysediagramm
und der Springer kann sein c1–e2-g1–Kastell nicht verlassen, also remis! Im Gegensatz zu Rybkas Meinung natürlich.;
84.Te1! gewinnt in allen Varianten den Springer, aber Schwarz kann sich retten: 84...f5!? hält den Laden zusammen:
a) sofortige Verzweiflung wird bestraft: 84...Sxf3 85.gxf3 Td3 86.Sg1! (86.Tg1+ Kf5 87.Tg4 Td2 88.Txf4+ Ke6 89.Txh4 Txb2 90.Th8 Ta2 91.Tb8 ist auch gut, aber etwas unmethodisch...) 86...Td2+ 87.Te2 Td1 88.Te8 Td2+ 89.Se2 Txb2 90.Td8+- und der Turm fängt an zu wildern.;
b) Versuch, den Springer zu decken geht auch: 84...Td3! 85.Sc1 Te3! (85...Se4+?? 86.fxe4 Td2+ 87.Te2 Txe2+ (87...Td1 88.exd5) 88.Sxe2+- und der schwarze Bauer ist nicht auf f5 und kann nicht auf e4 nehmen.) 86.Td1! Sb1 87.Se2 Sa3!! 88.bxa3 Kf5

Analysediagramm
und soweit ich das beurteilen kann, haben wir eine Festung vorliegen. Weiß kann den Turm einfach nicht aus seiner Stellung ausräuchern. Natürlich schreit der Rechner "Gewonnen für Weiß!" aber führt auch keine Belege an. 89.Ke1 Td3 90.Td2 Kg5 91.Tb2 Kf5 92.Sc1!? Txc3 93.Kd2 Te3=;
back to 84...f5!?
85.Sc1 Txe1! (nicht 85...Sb1 86.Sxb3!! und gewinnt, etwa 86...Txe1 87.Kxe1 cxb3 88.Kd1+-) 86.Kxe1 Se4 87.fxe4 fxe4 88.Ke2

Analysediagramm
und wieder die bekannte Festung.]

Die Partie endete am Ende "unspektakulär" mit
84...Sb1 85.Se2 Sd2 86.Sc1 Sb1
Bizarres Schach mit beinahe unmenschlichen Motiven, wo jeder von uns mit seiner Vorstellungskraft vermutlich schnell am Ende wäre. ½–½
Hier ist die Partie zum Download:
Paehtz-Saltaev (cbv, 6 KB)
Paehtz-Saltaev1 (pgn, 6 KB)
...und nun gute Nacht!
Kaffeehausschach - Do, 22. Okt, 00:59
Umumba (Gast) - Do, 22. Okt, 11:46
Hier wäre wohl auch meine Stärke, das Hin- und Herziehen, nicht auf Dauer gut genug gewesen, allerdings kommt man damit schon recht weit. ;-) Am Ende könnte Schwarz übrigens aufgrund des "Dauer-Tores" noch einen Punktsieg beanspruchen wie ich finde.
antworten
Felsenleguan (Gast) - Do, 22. Okt, 16:58
Echo
Ganz am Ende dieser Analyse steht in einer Variante:
„ .. nicht 85…Sb1 und 86.Sxb3!! gewinnt.“
Ob mit einer Frage zu der Beurteilung dieser Variante das vom Blogger erwünschte Niveau erreicht wird?
Wenn Schwarz mit dem Echo 86…. Sxc3 ein Springerendspiel herbeiführt, ist dann die Stellung trotz Mehrbauer für Weiß wirklich so klar gewonnen?
„ .. nicht 85…Sb1 und 86.Sxb3!! gewinnt.“
Ob mit einer Frage zu der Beurteilung dieser Variante das vom Blogger erwünschte Niveau erreicht wird?
Wenn Schwarz mit dem Echo 86…. Sxc3 ein Springerendspiel herbeiführt, ist dann die Stellung trotz Mehrbauer für Weiß wirklich so klar gewonnen?
Kaffeehausschach - Do, 22. Okt, 17:23
Sehr gut
Sehr gut aufgepasst. Das ist schon deutlich höher als eine Blind-Diskussion der Schwarz-Eröffnungswahl ;-)
"Gewinnt" ist etwas übertrieben, im Springerendspiel nach etwa 87.Sc5 Sa2 88.Txe3 fxe3+ 89.Kxe3 f4+ 90.Kd2 Sb4 kann Schwarz noch recht gut leben, auch wenn ich denke, dass für Weiß da einiges an Chancen drin ist. Da Schwarz aber auf jeden Fall null Gewinnchancen hat, ist der Bau der Festung mittels 85...Txe1! ein wenig pragmatischer.
"Gewinnt" ist etwas übertrieben, im Springerendspiel nach etwa 87.Sc5 Sa2 88.Txe3 fxe3+ 89.Kxe3 f4+ 90.Kd2 Sb4 kann Schwarz noch recht gut leben, auch wenn ich denke, dass für Weiß da einiges an Chancen drin ist. Da Schwarz aber auf jeden Fall null Gewinnchancen hat, ist der Bau der Festung mittels 85...Txe1! ein wenig pragmatischer.
Prachtschmerle (Gast) - Do, 22. Okt, 21:40
Aufwühlend
„Die Prachtschmerle erinnert mit ihrer kräftig orangen Färbung, den schwarzen Querbinden und den blutroten Flossen an Korallenfische.
Zum Schutz vor Feinden kann sie sich zeitweise in schlammigen oder sandigen Bodengrund einwühlen.“
Warum nun ausgerechnet wieder eine Partie von Elisabeth?
Hast der Zoodirektor denn keine Freundin?
Oder ist diese aufwühlende, tiefschürfende Analyse eine Art Wiedergutmachung und Geschenk an Elli?
Was ist jetzt: in Deizisau auswühlen oder doch in Schlammiges einwühlen?
Zum Schutz vor Feinden kann sie sich zeitweise in schlammigen oder sandigen Bodengrund einwühlen.“
Warum nun ausgerechnet wieder eine Partie von Elisabeth?
Hast der Zoodirektor denn keine Freundin?
Oder ist diese aufwühlende, tiefschürfende Analyse eine Art Wiedergutmachung und Geschenk an Elli?
Was ist jetzt: in Deizisau auswühlen oder doch in Schlammiges einwühlen?
Kaffeehausschach - Sa, 24. Okt, 12:14
Warum denn Wiedergutmachung? Beim GM-Turnier hat sie den (verdienten) Punkt doch auch schon bekommen... ;-)
Ne, ich fand einfach die Stellung total ungewöhnlich und faszinierend und hätte sie vielleicht auch gebracht, wenn sie in einer Partie von GM A aus Molwanien und IM B aus Rumänowenien aufgetaucht wäre.
Deizisau? Naja, ehrlich gesagt, dachte ich das sei jetzt schon. Dabei ist das nächste Woche. Mal gucken, warum eigentlich nicht? Schlimmer kanns doch kaum werden, oder?
Ne, ich fand einfach die Stellung total ungewöhnlich und faszinierend und hätte sie vielleicht auch gebracht, wenn sie in einer Partie von GM A aus Molwanien und IM B aus Rumänowenien aufgetaucht wäre.
Deizisau? Naja, ehrlich gesagt, dachte ich das sei jetzt schon. Dabei ist das nächste Woche. Mal gucken, warum eigentlich nicht? Schlimmer kanns doch kaum werden, oder?





