Nanu?!
Immer müssen diese "Ich-habe-einen-kilometerlangen-Bericht-getippt-aber-vergessen-ihn-zwischenzuspeichern-und-jetzt-ist-er-weg-"Aktionen nachts um 3 passieren... ;-). Ich lerne einfach nicht dazu. So ein Pech aber auch...
Dafür war ich in meiner Partie heute weniger mit Pech als mit dem Glück gesegnet, den vorletzten Fehler begangen zu haben. Mein Gegner hieß Nanu und entsprechend wunderte er sich sichtbar über sämtliche meine Züge. Ich aber auch die meiste Zeit über seine. So entstand ein superscharfes Trompowsky-Gefecht, welches in seiner Schärfe schon an Coloradische Verhältnisse heranreichte, in dem beide Spieler miteinander in Sachen Fehler und Ungenauigkeiten wetteiferten. Allerdings war die Stellung wirklich sehr schwer korrekt zu handhaben, ohne Computer ist man oftmals recht aufgeschmissen.
Richtig "Nanu?!" machte ich aber in dieser Stellung:
Ilja Schneider (Wulkaprodersdorf) - Ciprian Costica Nanu (Styria Graz), Staatsliga 2009/2010 (1)

Nach 24.Lf3-h5? Korrektur: DIe schwarze Dame steht natürlich auf a6, nicht auf a5. Wie dieser Fehler passieren konnte, ist mir total unklar.
Er hat einen Bauern mehr, aber einen hängenden Turm. Statt des sicheren 24...Td8! mit schwarzem Vorteil entschied er sich, dass nichts gegen das Verspeisen des nächsten Bauern mit 24...Txe3?? sprach. Damit landete aber der Turm auf dem Abstellgleis und der andere war mit der Verteidigung der Grundreihe total überfordert, ohne dass die Dame oder der Sh2 irgendwelche Aufgaben erledigten. Nach einem kurzen "Nanu?!" mit folgendem 25.Tg8! machte der rumänische IM noch ein paar sinnlose Züge, hätte aber auch schon hier aufgeben können.
Die volle Partie zum Download gibt es unten. Ich habe versucht, sie zu analysieren, wobei hier die Betonung wirklich auf dem Versuch liegt. Selten eine der Analyse so schwer zugängliche Partie produziert... "Unklar"-Zeichen säumen das Bild. Wobei sich niemand gehindert fühlen sollte, bei vorhandenem Interesse tiefer in die jeweilige Materie einzusteigen, als ich es mit meinen "unklar" getan habe... viel Spaß! Ich will jetzt jedenfalls schlafen. Da ich nicht denke, dass ich es im Laufe des morgigen Vormittags schaffen werde, einen allgemeinen Flashmob zum Boykott gegen die Nullkarenz-Regel (unter den Spielern etwa so beliebt, wie Fußpilz) zu organisieren, bei dem dann folgerichtig alle 72 Akteure im Raum genullt werden müssten, werde ich wohl oder übel eine schwere Schwarzpartie gegen GM Philipp Schlosser (Jenbach) austragen müssen. Wenn ich da nicht ausgeruht bin, heit es schnell: gute Nacht!
Nanu (cbv, 6 KB)
Nanu1 (pgn, 6 KB)
Dafür war ich in meiner Partie heute weniger mit Pech als mit dem Glück gesegnet, den vorletzten Fehler begangen zu haben. Mein Gegner hieß Nanu und entsprechend wunderte er sich sichtbar über sämtliche meine Züge. Ich aber auch die meiste Zeit über seine. So entstand ein superscharfes Trompowsky-Gefecht, welches in seiner Schärfe schon an Coloradische Verhältnisse heranreichte, in dem beide Spieler miteinander in Sachen Fehler und Ungenauigkeiten wetteiferten. Allerdings war die Stellung wirklich sehr schwer korrekt zu handhaben, ohne Computer ist man oftmals recht aufgeschmissen.
Richtig "Nanu?!" machte ich aber in dieser Stellung:
Ilja Schneider (Wulkaprodersdorf) - Ciprian Costica Nanu (Styria Graz), Staatsliga 2009/2010 (1)

Nach 24.Lf3-h5? Korrektur: DIe schwarze Dame steht natürlich auf a6, nicht auf a5. Wie dieser Fehler passieren konnte, ist mir total unklar.
Er hat einen Bauern mehr, aber einen hängenden Turm. Statt des sicheren 24...Td8! mit schwarzem Vorteil entschied er sich, dass nichts gegen das Verspeisen des nächsten Bauern mit 24...Txe3?? sprach. Damit landete aber der Turm auf dem Abstellgleis und der andere war mit der Verteidigung der Grundreihe total überfordert, ohne dass die Dame oder der Sh2 irgendwelche Aufgaben erledigten. Nach einem kurzen "Nanu?!" mit folgendem 25.Tg8! machte der rumänische IM noch ein paar sinnlose Züge, hätte aber auch schon hier aufgeben können.
Die volle Partie zum Download gibt es unten. Ich habe versucht, sie zu analysieren, wobei hier die Betonung wirklich auf dem Versuch liegt. Selten eine der Analyse so schwer zugängliche Partie produziert... "Unklar"-Zeichen säumen das Bild. Wobei sich niemand gehindert fühlen sollte, bei vorhandenem Interesse tiefer in die jeweilige Materie einzusteigen, als ich es mit meinen "unklar" getan habe... viel Spaß! Ich will jetzt jedenfalls schlafen. Da ich nicht denke, dass ich es im Laufe des morgigen Vormittags schaffen werde, einen allgemeinen Flashmob zum Boykott gegen die Nullkarenz-Regel (unter den Spielern etwa so beliebt, wie Fußpilz) zu organisieren, bei dem dann folgerichtig alle 72 Akteure im Raum genullt werden müssten, werde ich wohl oder übel eine schwere Schwarzpartie gegen GM Philipp Schlosser (Jenbach) austragen müssen. Wenn ich da nicht ausgeruht bin, heit es schnell: gute Nacht!
Nanu (cbv, 6 KB)
Nanu1 (pgn, 6 KB)
Kaffeehausschach - Sa, 7. Nov, 03:03






wie man mit Schwarz seine Dame nach a6 und seinen Springer nach h2 bringen kann, ist mir laut den Regeln zwar bewusst, aber erscheint mir doch selten der Stellung förderlich zu sein.
Seit heute habe ich übrigens auch einen Blog, du kannst ja mal vorbei sehen, wenn du Lust hast.
Grüße aus Hessen