Morgen gegen Chucky
Heute habe ich in Rainers rotem Lieblings-"Boss"-Pullover gespielt. Warum? Als wir von einer ersten Erkundungstour von der Ohrider Strandpromenade zurückkamen, habe ich nicht mehr meine Zimmertür aufgekriegt. Das Schloss hatte beim vorherigen Abschließen endgültig den Geist aufgegeben. Hier in Ohrid ist es zwar schön sonnig, aber auch ziemlich kalt, deshalb musste ich eine milde Gabe von der kaiserlichen Schulter empfangen. Der Pulli war mir zwar etwas zu groß, aber er erledigte im Laufe des Tages seine Sache gut.

Sich einmal wie ein Großmeister fühlen.

Vorher hatte Stephan Bruchmann noch verzweifelt versucht, mein Zimmerschloss zu knacken - vergeblich! Das Schloss war nicht mehr zu retten.

Meine Mitstreiter (Rudi, Jan Wendt, Stephan, Rainer und Jan Lundin) verdecken die Sicht auf die Stadt Ohrid.

Nicht von Schachspielern verdeckte Sicht auf die Stadt Ohrid und links der Ohrid-See (Weltkulturerbe!)
Die Albaner aus Roskovec (Albanien liegt auf der anderen Seite des Sees) wurden heute 5,5:0,5 besiegt. Unklar, wie gut oder wie schlecht die Jungs insgesamt waren. Zwei Sachen fielen auf: Sie haben die ganze Zeit am Brett nebeneinander hergequatscht, auch wenn sie am Zug waren, und einige von ihnen hatten Probleme, den richtigen Zeitpunkt für die Partieaufgabe zu finden. Den einzigen halben Punkt musste in einer von Fehlern durchzogenen Partie Stephan Bruchmann abgeben, als er am Ende in einer Gewinnstellung mit knapper Zeit, und mit dem schwarzen König bei vollem Brett auf c2, das Remisgebot des Gegners annahm.
Morgen spielen wir gegen das israelische Team aus Ashdod. Wenn sich nichts Wesentliches ändert, spiele ich morgen mit Weiß gegen Ivanchuk. Wenn er nach seinem Remis heute keine Lust auf den nächsten Amateur hat, dann gegen Gashimov. Aber um diese Partie gegen einen der überflüssigsten 2700er, den ich kenne würde ich mich wahrlich nicht reißen wollen.
Alle Partien, weitere Bilder und ein etwas seriöserer Tagesrückblick aus Rainers Feder finden sich wie immer auf der SFR-Berlin-Homepage. Wünscht uns mal viel Glück! Ich sage mal, nach dieser Runde ein positives Brettpunktverhältnis, das wäre nicht schlecht.

Sich einmal wie ein Großmeister fühlen.

Vorher hatte Stephan Bruchmann noch verzweifelt versucht, mein Zimmerschloss zu knacken - vergeblich! Das Schloss war nicht mehr zu retten.

Meine Mitstreiter (Rudi, Jan Wendt, Stephan, Rainer und Jan Lundin) verdecken die Sicht auf die Stadt Ohrid.

Nicht von Schachspielern verdeckte Sicht auf die Stadt Ohrid und links der Ohrid-See (Weltkulturerbe!)
Die Albaner aus Roskovec (Albanien liegt auf der anderen Seite des Sees) wurden heute 5,5:0,5 besiegt. Unklar, wie gut oder wie schlecht die Jungs insgesamt waren. Zwei Sachen fielen auf: Sie haben die ganze Zeit am Brett nebeneinander hergequatscht, auch wenn sie am Zug waren, und einige von ihnen hatten Probleme, den richtigen Zeitpunkt für die Partieaufgabe zu finden. Den einzigen halben Punkt musste in einer von Fehlern durchzogenen Partie Stephan Bruchmann abgeben, als er am Ende in einer Gewinnstellung mit knapper Zeit, und mit dem schwarzen König bei vollem Brett auf c2, das Remisgebot des Gegners annahm.
Morgen spielen wir gegen das israelische Team aus Ashdod. Wenn sich nichts Wesentliches ändert, spiele ich morgen mit Weiß gegen Ivanchuk. Wenn er nach seinem Remis heute keine Lust auf den nächsten Amateur hat, dann gegen Gashimov. Aber um diese Partie gegen einen der überflüssigsten 2700er, den ich kenne würde ich mich wahrlich nicht reißen wollen.
Alle Partien, weitere Bilder und ein etwas seriöserer Tagesrückblick aus Rainers Feder finden sich wie immer auf der SFR-Berlin-Homepage. Wünscht uns mal viel Glück! Ich sage mal, nach dieser Runde ein positives Brettpunktverhältnis, das wäre nicht schlecht.
Kaffeehausschach - So, 4. Okt, 23:22
хенрик (Gast) - Mo, 5. Okt, 19:55
Golod - Bruchmann
Kann mir mal bitte einer sagen, was der Golod da macht? Er will Bruchmann doch nicht ernsthaft über die Zeit schaukeln?
хенрик (Gast) - Mo, 5. Okt, 20:14
Golod - Bruchmann
Wow, 37 Züge (ohne Bauernzüge) hats bis zum Remis gedauert.
Polydamas (Gast) - Mo, 5. Okt, 22:27
Vugar
Gashimov als "einen der überflüssigsten 2700er, die ich kenne" zu bezeichnen ist hart. Der Junge spielt interessantes Schach, scheint als Person in Ordnung zu sein und hat halt das Pech, nur der "dritte Azeri" zu sein. Vielleicht revidierst Du ja Deine Meinung bei genauerem Hinsehen in Ohrid nochmal.
HAJDUK (Gast) - Mo, 5. Okt, 22:30
Zumindest von der ELO her ist Gashimov eher der zweite als der dritte Azeri ...
Kaffeehausschach - Di, 6. Okt, 11:23
Naja, auf welchen 2700-er könntest du denn besser verzichten?
Also zu meiner Zeit gab es etwa 10 Spieler >2700. Heute sind es über 30. Gashimov ist einer von denen, die auf der Flutwelle der Inflationsgewinnler ganz weit oben reiten. Mir tut es schon ein wenig weh, wenn ich sehe, dass solche Originale wie Adams, Polgar, Bologan oder Nisipeanu mittlerweile unter 2700 vegetieren, während Gashimov bei etwa 50 Punkten mehr notiert. Das ist nicht maßstabsgerecht. Er ist zwar gut, aber er ist für mich einer der typischen Klon-Spieler, die nur durch die moderne Computerära so hoch aufsteigen konnten.
Und menschlich...keine Ahnung, aber um beim ICC gesperrt zu werden, muss man sich doch auch ganz schön anstrengen oder?
Also zu meiner Zeit gab es etwa 10 Spieler >2700. Heute sind es über 30. Gashimov ist einer von denen, die auf der Flutwelle der Inflationsgewinnler ganz weit oben reiten. Mir tut es schon ein wenig weh, wenn ich sehe, dass solche Originale wie Adams, Polgar, Bologan oder Nisipeanu mittlerweile unter 2700 vegetieren, während Gashimov bei etwa 50 Punkten mehr notiert. Das ist nicht maßstabsgerecht. Er ist zwar gut, aber er ist für mich einer der typischen Klon-Spieler, die nur durch die moderne Computerära so hoch aufsteigen konnten.
Und menschlich...keine Ahnung, aber um beim ICC gesperrt zu werden, muss man sich doch auch ganz schön anstrengen oder?
Polydamas (Gast) - Di, 6. Okt, 23:48
Alte Zeiten
Wenn das Deine Zeit war, hm, was war dann meine Zeit? Wahrscheinlich die, in der ich lamentiert habe, dass diese geklonten Kinder wie Kamsky, Kramnik, Anand und Topalov einfach so am großen KARPOV vorbeiziehen, obwohl die doch irgendwie gar nichts können und sich nur wegen der tollen neuen Trainingsmethoden und ChessBase nach oben gewühlt haben.
Selbstverständlich sind Gashimovs 50 ELO-Punkte Vorsprung maßstabsgerecht, schließlich spielt er einfach besser als die genannten Originale. Und er schlägt die Altvorderen auch regelmäßig (siehe aktuell Gashimov-Gelfand, Spanische Liga). So ist es eben, die alten Herren lassen nach, neue Spieler steigen auf. Die Idole unserer Jugend sind irgendwann einfach abgehalftert. (Kortschnoj zählen wir einfach mal nicht.)
Hm, mit diesem Kommentar spare ich mir ja jetzt gewissermaßen schon eine Kolumne. :-)
Selbstverständlich sind Gashimovs 50 ELO-Punkte Vorsprung maßstabsgerecht, schließlich spielt er einfach besser als die genannten Originale. Und er schlägt die Altvorderen auch regelmäßig (siehe aktuell Gashimov-Gelfand, Spanische Liga). So ist es eben, die alten Herren lassen nach, neue Spieler steigen auf. Die Idole unserer Jugend sind irgendwann einfach abgehalftert. (Kortschnoj zählen wir einfach mal nicht.)
Hm, mit diesem Kommentar spare ich mir ja jetzt gewissermaßen schon eine Kolumne. :-)






Wieso ist Ivanchuk einer der überflüssigsten 2700er?
Aber ich kann verstehen, dass du lieber gegen Gashimov spielen willst, anstatt dich mit dem ukrainischen Dopingopfer auseinander zu setzen.
sieht ja grade nicht sehr gut aus....hoffen wir mal das die klatsche abgewendet werden kann und ilja seine noch ausgeglichene (aber tendenz deutlich für schwarz) stellung wenigstens hält...
kannst ihn ja mal fragen wann das buch fertig ist