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Montag, 19. Oktober 2009

Viel Stress und gute Laune, drei Currywürste, zwei Niederlagen, eine Hängepartie aber null Punkte (ein Bericht vom Bundesliga-Wochenende in Hamburg, verfasst bei einer langweiligen IC-Fahrt Hannover-Karlsruhe, so lang und so chaotisch wie die Überschrift es vermuten lässt)

Die Anreise

Eigentlich waren die Voraussetzungen optimal. Zur Bundesliga-Runde in Hamburg am vergangenen Wochenende reisten Dennes und ich bereits Freitag an, um uns den Stress zu ersparen, samstags direkt aus dem Auto ans Brett hüpfen zu müssen. Außerdem wollten wir Mark McAdam, das Brett 4 der legendären Hannover Altstars treffen, den es mittlerweile in den Norden gezogen hat. Um den „Chaos-Faktor“ zu erhöhen, hatten wir auch noch Nikolas Nüsken dabei, den einzigartig genialistischen Zocker und legendären Sieger des Pardubicer B-Opens von 2003.
Nicht bedacht hatten wir allerdings, dass wir Freitagabend nicht ganz die einzigen waren, die von Hannover nach Hamburg wollten und irgendwann mündeten wir auf der A7 in ein (laut NDR 2 ) 14 km Meer von stehenden Autos ein.

Durch die improvisierte Landstraßen-Stau-Umfahr-Aktion („Soll ich nach links oder nach rechts fahren?“ „Weiß ich doch nicht!“ ) ging insgesamt mit Sicherheit (im Vergleich zum geduldigen Ausharren auf der Autobahn) noch weitere Zeit drauf, ebenso wie für

• das zweimalige Reparieren des linken Scheibenwischers im norddeutschen Dauerregen (der Wischer hat sich so dermaßen verrenkt und verhakt, dass ich ohne Hilfe meiner Mitfahrer nicht die Fahrertür öffnen konnte! – versucht euch das mal bildlich vorzustellen) und

• das 15-minütige Suchen eines laut Nikolas beim Aussteigen aus dem Wagen herausgefallen Gegenstandes in absoluter Dunkelheit. Wir wussten nicht so genau, was es eigentlich was und hatten auch keine Taschenlampe dabei und tasteten so den ganzen Boden unter dem Auto ab – ich habe es dazu sogar ein paar Meter weggefahren. Gefunden haben wir (erwartungsgemäß) nichts.

Stress pur, besonders wenn man vorher im Tagesverlauf durch einen Zahnarzttermin fast nichts essen konnte und einem bereits die Erwartung eines leckeren Mahls und der fruchtigen Cocktails an der Reeperbahn im Kopf herumschwebt.

Die Party am Kiez

Irgendwann war es dann aber soweit und wir erreichten gegen zehn Uhr abends hungrig und durstig den Kiez, wo man diese Bedürfnisse (und nicht nur diese!) bekanntlich leicht befriedigen kann. Gegen den Durst gab es erfrischende Cocktails, zu Essen gab es Currywurst mit wahlweise 12 Schärfegraden (von 1. „Milchbrötchen“ über 4.„Chillibrenner“, 9. „Atemblocker“, 11. „Sterbehilfe“ bis zur „Endstation“,12.).

schaerfeskala_gross
Quelle: Bruzzelhütte

Nachdem wir uns überzeigt hatten, dass die 6 „Elbgranate“ eher etwas für Warmduscher war, trauten wir uns an das „Hochprozentige“ heran, dies war allerdings ein klarer strategischer Fehler. Schon die 9 war kaum auszuhalten und brannte wie tausend kleine Nadelstiche im ganzen Körper, ein kleines Stückchen einer 10er Wurst, welches mir freundlicherweise von einer jungen Dame angeboten wurde, die sich bei der Bestellung wohl etwas übernommen hatte, verursachte bei mir höllische Rachen- und Lippenschmerzen und das düstere Gefühl, dass ich die Nacht in Hamburg nicht ohne großen Schaden überstehen würde. (Entsprechend darf laut der Verkäuferin die 12 auch nur in Anwesenheit eines Krankenwages verkauft werden.) Eine eiskalte Flasche Hohes C Orangensaft schaffte danach ganz ganz langsam Abhilfe, auch wenn der Magen mittlerweile so brannte, dass man am Liebsten eine Wand hochgehen würde.

Nikolas Nüsken, Mark McAdam, Dennes Abel
Sie machten Freitagabend die Reeperbahn unsicher: Nikolas Nüsken (N.N.), Mark Mc Adam und Dennes Abel.

P0211_17-10-09
Die legendäre Herbertstraße gehörte natürlich auch zum Sight-Seeing-Programm. Eintritt für Frauen verboten! Die Straße nicht ganz so lang, wie ich es erwartet hatte, aber trotzdem recht eindrucksvoll. Ich bitte zu entschuldigen, dass an dieser Stelle keine detaillierteren Abbildungen möglich sind.


Der (übliche) Frust

Achja, natürlich wurde auch an diesem Wochenende Schach gespielt. Die vermutlich bereits bekannten Fakten zuerst:
Wir (die SF Berlin) verloren beide Begegnungen gegen den Hamburger SK und den SV Werder Bremen mit 3,5:4,5. Kam das Ergebnis im ersten Falle noch recht gesetzmäßig durch zwei klare Niederlagen zustande, ist das Resultat gegen die ELO-mäßig hoch favoriserten Bremer eine mittelgroße Enttäuschung. Von den 7 Remispartien verfügten wir in 3-4 davon über große, definierte Vorteile und hatten nirgendwo besondere Probleme. Leider sprang dabei kein Partiesieg heraus, hingegen reichte ein einziger Partiegewinn der Bremer um unser 7 BP - 0 MP – Wochenende perfekt zu machen. Gespielt haben wir allerdings gar nicht so schlecht, die Mannschaft tritt als Einheit auf. In dieser Form steigen wir bestimmt nicht ab. Ich gehe auf die beiden Kämpfe und ihre Partien sowie auf den Auftritt unseres Reisepartners und Aufsteigers SK König Tegel im Laufe der Woche auf www.schachbundesliga.de ausführlich ein.
Zu meinen eigenen Partien : Samstag gegen Sune Berg Hansen war so eines der Erlebnisse, die für einen Schachspieler mit zum schrecklichsten Szenario gehören, welches man erleben kann: Die ganze Partie passiv, gedrückt und ohne Gegenspiel zu stehen, dabei nicht einmal zu wissen, wie man in eine solche Lage geraten konnte, und über Stunden der eigenen Kapitulation entgegenzusehen und sich in jedem Zug vom Anhalten der Uhr abzuhalten. Immerhin habe ich mittlerweile anscheinend die Fehlerquellen entdeckt:

• 12…h6?! ist unnötig und kann durch sofortiges 12…a6 ersetzt werden (dankenswerterweise auch schon in den Kommentaren erwähnt)

• 18…Lh5 hält im Gegensatz zu meinem 18…Sxf3 nebst 19…Lxf3 die Spannung aufrecht

• 20…Tc8? (statt 20…Sd7) war die Stelle, an der ich in dieser Partie zum ersten Mal eine Drohung aufstellen und ein wenig eigenes Spiel aufziehen wollte, aber genau darauf leitete 21.La4! Sd7 22.b5! den schwarzen Zusammenbruch ein, der sich nicht mehr verhindern ließ. Ich machte ab da keine großen Fehler mehr, aber das war eben genug.

Nur wie man solche Fehler in Zukunft vermeidet, das verrät mir mein Rybka bisher nicht. Das kann man sich nur höchstpersönlich klarmachen, aber ich bin im Moment (noch) nicht soweit.

Man sollte dazu zwar erwähnen, dass Hansen die Partie sehr stark spielte, aber irgendwie passiert mir das zu oft in letzter Zeit: Hansen, Ruck, Miladinovic, Päthz, Maksimenko…. Die Liste kann ewig weiter ergänzt werden. Ich verliere (fast) nur einseitige Musterpartien. Ich denke nicht, dass ich soviel Pech habe und dieses Jahr ausschließlich auf hochmotivierte, topvorbereitete, satte und ausgeschlafenen Großmeister treffen, die auch aktuell keinen Stress mit ihrer Freundin/Frau haben. Soviel Pech kann man nämlich gar nicht haben. Wie oft stellt man doch fest, dass GMs untereinander schon ziemlich viel Mist bauen und oft (besonders unter Zeitdruck) einfache Wendungen oder Abwicklungen nicht durchschauen… Georgios Souleidis‘ Bundesliga-Gurken sage ich dazu nur. Aber dafür muss man Druck auf den Gegner ausüben, und das will mir besonders im Moment, da ich unter schlechter Konzentration und Verunsicherung leide, einfach nicht gelingen. Es ist wie verhext. Entkomme ich in einer Partie wenigstens ins Mittelspiel, sieht die Sache gleich besser aus. Nur zu oft bin ich aber oft schon der Eröffnung das Opferschaf, und dann gibt es oft im Gegensatz zum Schnellschach keine zweite Chance mehr.

Wie sagte doch ein Klassiker „Man spielt eben nur so gut, wie Gegner es zulässt.“ Ich glaube, das ist der Punkt, an dem ich ansetzen sollte…

Sonntags gegen den finnischen Topspieler Tomi Nyback wählte ich aus ähnlichen Gründen wie in Ohrid gegen Onischuk das Schottische Vierspringerspiel. Hauptsache nicht wieder schnell in Nachteil geraten! Große Hoffnung, einen Eröffnungsvorteil zu erlangen, hegte ich zugegebenerweise nicht, aber Nyback spielte das frühe Mittelspiel insgesamt schwach ( er ließ mich im Vergleich zu der Onischuk-Partie mit einem superwichtigen Extratempo spielen), eindeutig schwach war sein 18…Tb7?! und so bekam ich in Zug 20 meine Chance auf etwas wirklich Greifbares.

Nyback

Stellung nach 19…Lc8-e6

Leider war an diesem Wochenende der 20.Zug mit dem Turm nicht mein Freund und so ließ ich hier nach kurzem Nachdenken mittels 20.Tad1!? eine Chance aus, den Gegner lange zu quälen: 20.cxd5! (Der Turm will eh in die c-Linie) 20…Lxd5 21.Dg3! Dxg3 (was sonst?!) 22.fxg3 gewinnt entweder ohne großen Kampf den c-Bauern oder lässt sich auf etwas wie 22…c4!? 23.bxc4 Tb4 24. cxd5 Txa4 25.Lc2 Td4 26.Tad1 Txd5 27.Txd5 Sxd5 28. Lb3 ein, wobei es mich nicht wundern würde, wenn die Bewertung dieser Stellung „Gewonnen für Weiß“ lauten würde, trotz ihrer oberflächlichen Einfachheit.
In der Partie folgte aber 20.Tad1!? Te7! 21.cxd5 (alles andere ist schwächer) 21…Lxd5 22.Txe7 Dxe7 23.De3!? Dxe3 24.fxe3 Tc8! 25.Tc1 Sd7 und Schwarz gelang es mit einer Prise Stellungsglück, die Balance zu halten.

Die beiden Partien und den folgenden Lacher gibt es hier zum Download:

Buli-Hamburg (cbv, 9 KB)

Der Lacher

Für den Lacher des Wochenendes sorgte (unfreiwillig) mein Hilfschaot Dennes Abel in seiner Begegnung gegen WGM Almira Skripchenko.

Abel,Dennes (2380) - Skripchenko,Almira (2448) [D20]
Bundesliga SF Berlin - Werder Bremen (2), 18.10.2009

1.d4 d5 2.c4 dxc4 3.e3 e5 4.Lxc4 exd4 5.exd4 Sf6 6.Sf3 Ld6 7.0–0 0–0 8.Se5?! Nicht wirklich ambitioniert vom Youngster vorgetragen, allerdings wollte er nach 8...Sbd7 mit 9.Te1?? die Partie einstellen. 9.Lf4 [9.Te1?? Sxe5 10.dxe5 Lxe5! Jaja, 10 Uhr morgens ist nicht jedermann's Uhrzeit.] 9...Sb6 10.Lb3 c6 11.Sc3 Sbd5 Dennes: "Hier nuschelte sie schon etwas. Ich weiß aber nicht, ob es ein Remisgebot war oder nicht." 12.Sxd5!? Eine tiefgründige Falle, wie uns Dennes beim abschließenden Mannschaftsessen erläuterte. 12...Sxd5! [12...Lxe5 wird von 13.Se7+! mit Vorteil beantwortet. Die Begeisterung des Großteils der Mannschaft hielt sich in Grenzen.] 13.Lxd5 Dennes: "Ich schlage kein Remis aus, wenn ich sonst schlechter stehe!" 13...cxd5 14.Db3 Lc7 15.Dg3 Lf5 16.Sg6

Abel-Skrip

Hier bot Dennes Remis, die Gegnerin nahm an, die Figuren wurden aufgebaut, die Könige für die Live-Übertragung nach e4 und e5 gestellt und in den Wettkampfbericht ein 0,5:0,5 eingetragen. Dennes machte sich in den Analyseraum auf, sein Meisterwerk den beiden extra für uns angereisten Fans Mark McAdam und Florian Kull zeigen. Dort holte ihn aber nach 5-10 Minuten der Schiedsrichter begleitet von Almira Skripchenko mitten aus der Analyse heraus. Hätten Sie das gewusst? Ab dieser Saison wird in der Bundesliga besonders hart durchgegriffen und es gilt die 20–Züge-Sofia-Regel. Für meine Begriffe ist ein solches Reglement zwar genau so sinnvoll, wie etwa ein Verbot, sich vor dem Ablauf von 20 Minuten die Hände zu reichen, aber "Rägel ist Rägel" und so ging es für die beiden wieder ans Brett. Die Stellung nach 16.Sg6 wurde wieder aufgebaut, Dennes musste ein neues Partieformular ausfüllen (auf dem alten hatte er direkt unter den 16.Zug seine Unterschrift gesetzt und es war kein Platz mehr für die Notation vorhanden) und dann ging die Hängepartie weiter. Allerdings nicht für sehr lange, denn beide hatten keine große Lust mehr und die Stellung litt ebenfalls unter einer gewissen Vereinfachung. Ich frage mich echt, was passiert wäre, wohnte der Stellung eine etwas schärfere Natur inne und einer der Kontrahenten hätte in der Zwischenzeit etwa einen Weg zu klarem Vorteil gefunden. Sind die beiden dann eigentlich an das Remis gebunden? Und wenn ja, warum dann eigentlich das Theater um die vier zusätzlichen Züge? Fragen über Fragen...Ich finde das juristisch hochinteressant. Zum Glück blieben einem solcherlei Diskussionen gänzlich erspart nach: 16...Lxg6 17.Lxc7 Dd7 18.Dd6 Dxd6 19.Lxd6 Tfd8 20.Lf4 Tac8 ½–½


Das (nicht unübliche) Fazit

Ordentliche Mannschaftsleistung – zweimal verloren. Das Gefühl, überhaupt in der Bundesliga dabei sein und mitmischen zu dürfen, wiegt den Frust aber etwas auf.

Beim nächsten Bundesliga-Wochenende in Emsdetten in vier Wochen gilt für uns alle: Neues Spiel – neues Glück! Aus einem Downswing kann man sich nur geduldig herausspielen und dabei tapfer der eigenen Stärke vertrauen.

Vielleicht wird man dann in Emsdetten mittels einer wirklich komfortablen Anreise den Chaos- und den Stress- Pegel etwas besser auf niedrigem Niveau halten können, als es jetzt in Hamburg der Fall gewesen ist. Das könnte sich ja mal positiv auf die Leistung auswirken.

In der Zwischenzeit überlege ich mir, ob ich das Deizisauer Herbstopen mitspielen möchte, welches kommenden Donnerstag bis Sonntag stattfindet. Angesichts des Vorlesungsbeginns am heutigen Montag (ja, ich studiere immer noch!) tendiere ich zu einem Nein, aber ich würde soo gerne mal wieder eine Turnierpartie gegen jemanden gewinnen, der eine ELO zwischen 0 und 2698 besitzt… ;-)


P.S.: Ausführlicher Bericht aus Hamburg mit Fotos und Partien in Kürze auf www.schachbundesliga.de
P.P.S.: Es wird dringend gebeten, einige Abschnitte des obigen Artikels auf keinen Fall Rainer Polzin zu zeigen. Sonst könnte es passieren, dass der Schachzoo in Zukunft nicht mehr die Gelegenheit hat, vor Ort von der Bundesliga zu berichten.
P.P.P.S.: Der Zug hat heute bei Weinheim leider ein ausgebrochenes Pferd überfahren, deshalb kommt dieser Bericht 3 Stunden später als geplant ins Netz.
Bonzo (Gast) - Mo, 19. Okt, 20:17

Nais!
Mit meinem Stammzug gefahren.

Roter Neon (Gast) - Mo, 19. Okt, 21:04

Nass glitzernd

„Die meisten der über 700 Arten der Echten Salmler leben in Schwärmen, die aus mehreren hundert Einzeltieren zusammengesetzt sind. Das hat den Vorteil, dass der Fisch sicherer vor Fressfeinden ist, weil Raubfische Mühe haben, ein einzelnes Tier ins Auge zu fassen und zielsicher zu fangen.“

.. deshalb trauen sich jüngere Männer auch nicht allein in die Herbertstraße. Die Angst vor dem Gefressenwerden.

Wow!

Rot leuchtendes Foto mit nass glitzernder Herbertstr.: das Beste, was ich je in einem mutig ehrlichen Schachbericht gesehen habe!
Schachlich: du bist eröffnungsmäßig zu leicht zu durchschauen!

Patzer_HH (Gast) - Mo, 19. Okt, 22:17

An anderen Spielorten nahmen die Schiedsrichter es anscheinend mit der neuen Regel nicht so genau (oder kannten diese nicht?), jedenfalls findet man in der ersten Runde den 16-Züger Czarnota-Belezky, und in der zweiten Runde blieb die Partie Kipper-Dautov mit 18 Zügen ebenfalls unter der magischen Grenze.
Pantherchamäleon (Gast) - Mo, 19. Okt, 22:27

U16

15.Sa4 gegen Tomi?
Schon mal auf Referenz geklickt, um zu erfahren, welcher deiner „Lieblingsspieler“ vor dir deinen 15. Partiezug gespielt hatte?
Bei AZE-ch U16?

Brauchst (hast) du als Schwarzer keine ultimative Remiswaffe gegen 1.e4 in deinem Repertoire?
Haben so etwas nicht alle besseren Spieler > 2600 (oder die, die auf dem Weg dahin sind) ‚auf Tasche’?
Wie siehst du das?

Kaffeehausschach - Mo, 19. Okt, 23:58

Polydamas

Jaja, wer träumt nicht davon, die ultimative Remiswaffe mit Schwarz zu haben. Wenn es sie gäbe, hätten wir alle 2700 ELO und Schach wäre ein ziemlich uninteressantes Spiel.
Peter B (Gast) - Di, 20. Okt, 09:14

Wie wärs mit..

... der Berliner Mauer?

Kasparov fand gegen Kramnik nichts und Naiditsch hat eine Superpartie in der Schacholympiade damit gewonnen.

Zugegebenermaßen hilft das nicht gegen 3. Lc4, da hab ich noch kein Rezept. Vorschläge?
Semjon (Gast) - Di, 20. Okt, 14:16

Ja klar!

Wenn Kasparov nix findet ist die Sache hundert pro Remis!
Ilja du musst das spielen auf dem Weg zur WM!
fisch (Gast) - Di, 20. Okt, 14:17

ähh...ich glaube die berliner mauer ist so ziemlich das letzte was ilja sich anschauen würde...da müsste er schon sehr verzweifelt sein :)
dann schon eher das hawai gambit ;)
Semjon (Gast) - Di, 20. Okt, 14:53

Nein, nein.

Er muss BErliener Mauer spielen weil Kasparov vor 9 Jahren keine Antwort gefunden hat!
Peter B (Gast) - Di, 20. Okt, 19:01

Als Bl-Spieler..

...der Schachfreunde Berlin ist die zugehörige Mauer ein Muss!

Zitat: ähh...ich glaube die berliner mauer ist so ziemlich das letzte was ilja sich anschauen würde...da müsste er schon sehr verzweifelt sein :)
Zitat Ende

Also, schottisches Vierspringerspiel ist schon nahe an der Verzweiflung ;-)
Kaffeehausschach - Di, 20. Okt, 19:31

Wenn ich auch mal was sagen darf...

... und bei allem Respekt für die Leser und ihre Meinungen, aber die meisten Posts zum aktuellen Beitrag erreichen in meinen Augen locker Schachfeld-Niveau. Besonders bei den Äußerungen zum Zusammenhang von psychischem Zustand und Eröffnungswahl hege ich immer noch die Hoffnung, dass diese nicht hundertprozentig ernst gemeint waren ;-).
Rössel (Gast) - Di, 20. Okt, 18:05

übers reden-müssen!

...Ilja! die Herbertstraße..?!

Denkst du wirklich, dass der Besuch UND die anschließende Dokumentation derselben tatsächlich dazu beiträgt, den Stress-Pegel zu senken? ....zumindest den Zukünftigen?

"g"lg

Chev Chelios - Di, 20. Okt, 20:41

ILJA! Ich finde deinen Blog super.
Zwar entspricht die Herbertsstraße auch gegen meine christlichen Sichtweisen, allerdings denke ich, dass dieser Bericht höchstens auf einem gewissen Kindergartenniveau zu Problemen führen könnte. Also keep cool ;-).
Gruß Chev
Kaffeehausschach - Di, 20. Okt, 23:38

Tipp für die jüngeren Leser

@Chev: Für deinen Support - Danke man!

@Rössel: Ich sags persönlich ja auch immer:
Den Appetit holt man sich in der (Herbert)straße, aber gegessen wird zuhause!
MiBu (Gast) - Mi, 21. Okt, 12:18

Selber schuld, Herr Zoodirektor!

Tut mir leid Ilja, aber wenn Du selber ein Bild der Herbertstr. veröffentllichst, kannst Du nachher nicht beklagen, dass das Niveau der Einträge auf RTL-II-Niveau absinkt - das ist ein klarer Fall von selbst verschuldet oder wie ein Jurist sagen würde: grob fahrlässig. [Übrigens lautet die Definition für "fahrlässig" in §276 (2) BGB: "Fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt ." aber führt wohl noch mehr in Abgründe...]

Als Du in Köln warst, hast Du ja schließlich auch Bilder vom Dom und nicht von der Hornstraße publiziert - hättest Du mal besser den Michel geknipst und gepostet ;-)
Kaffeehausschach - Mi, 21. Okt, 12:57

RTL II ist überall

Leider wurde mir an diesem Abend partout keine Exkursion zum Michel angeboten, sonst hätte mein Beitrag bestimmt N3-Qualität erhalten. So musste ich (leider ^^) verarbeiten, was mir zur Verfügung stand. Du hast dich mit deinem Beitrag aber gut aufs Mario-Barth-Niveau eingeordnet, keine Sorge ;-).

Geht eigentlich bei Losso noch die Diskussion um Chev Chelios, Mario Barth und Dadaismus weiter? Mein Browser kann leider die Seite nicht mehr öffnen...

An dem Tag, an dem ich in Köln war, hatte ich übrigens Bahn sei Dank nur 20 Minuten Aufenthalt statt der erhofften 90. So bin ich nicht viel weiter als der Dom gekommen. Deshalb auch das zivile Photo. Ist diese Hornstraße weit vom Bahnhof? Ich soll noch von Chev Chelios fragen, was dort eigentlich genau angeboten wird... :-)
MiBu (Gast) - Mi, 21. Okt, 17:11

Köln für Insider

Bei Losso gibt es schon seit einigen Tagen keinen Zugriff, daher wurde die Diskussion dort abgebrochen bzw. ist wegen äußerer Umstände zum Erliegen gekommen.

Barth-Niveau? Kann sein. Schließlich hat dieser Mensch die gleichen Initialen wie ich. Und gelegentlich entschlüpft auch mir ein müder Kalauer, der sich als zündende Zote tarnt.

In der Hornstraße steht ein Gebäude namens Pascha, soll wohl das größe Bordell Europas sein. Sind vom HBf. aus je nach Tageszeit 10 bis 15 min. mit dem Auto. Bei nur 20 min. Aufenthalt also keine gute Idee, dorthin zu fahren, selbst wenn man keine der dort angebotenen Dienstleistungen in Anspruch nehmen will. CC möge selber googlen (oder forestlen) welche Dienstleistungen von wem und für welchen Preis offeriert werden. (Und bevor hier wilde Spekulationen losgehen, woher ich so etwas weiß usw.: Ich habe in jungen Jahren gelegentlich vor dem Pascha gestanden und gewartet, jawohl! Ich hatte damals [als Student] nämlich einen Taxischein für Köln und bin Nachtschicht gefahren. Und da die Stadt Köln im manchen Dingen recht pragmatisch denkt, hat sie gegenüber dem Pascha einen Taxihalteplatz eingerichtet.)
Roter Neon (Gast) - Di, 20. Okt, 21:07

Was jetzt?

Wie jetzt, Chev?
Hast du dich verplappert?
Entspricht oder widerspricht dir ein Besuch der Herbertstraße?

Mynona Zwo (Gast) - Mi, 21. Okt, 16:37

Die Dadaismus-Diskussion wollte ich meinerseits nicht weiterführen. Aber selbst wenn, hätte ich dies nicht gekonnt, da auch ich momentan keinen Zugang zum Losso-Blog habe. Ich schrieb das bisher meinem Unvermögen zu, bin also jetzt beruhigt, dass aus Kaffeehausschach-Sicht dasselbe Problem besteht. Vielleicht steckt ja ein harlekinesker Streich dahinter.
Chev Chelios - Mi, 21. Okt, 19:02

Huch Ilja, um was hab ich dich gebeten? Naja wahrscheinlich misslungender Scherz von dir, egal, du bist cool.
Achja und der Witz wurde auch schon bei uns in der VL gemacht:
"Übrigens lautet die Definition für "fahrlässig" in §276 (2) BGB: "Fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt ." aber führt wohl noch mehr in Abgründe.."
Das interessante war, dass einer dann fragte, was denn daran so witzig sein, wenn man Rechtsverkehr mit Straßenverkehr verwechselt. Ich meinte dann nur, ist wahrscheinlich genau dasselbe, wenn man dumm wie toast ist.
Oh man jetzt erzähle ich hier schon Anekdoten. Man hat echt zuviel Zeit als Student.
Gruß Chev
Semjon (Gast) - Mi, 21. Okt, 20:12

Ich glaube nicht das Chev studiert, geschweige denn ein Gehirn hat.
Das ist ein Mega-FAKE.
uvo (Gast) - Do, 22. Okt, 01:22

Ilja? Ich glaube, Chev findet deinen Blog nicht mehr super :-)
Kaffeehausschach - Do, 22. Okt, 02:00

Die Anzeichen mehren sich, ja :-) Aber wenn es zum Schlimmsten kommt, wir haben ja anscheinend mittlerweile einen anderen, verlässlichen Mitarbeiter ;-) Er bringt uns sogar noch was aus der Tierwelt bei...
Chev Chelios - So, 25. Okt, 14:21

ILJA! Ich finde deinen Blog super.
Semjon du bist ein Homofürst!
Gruß Chev
Zebra (Gast) - Mi, 21. Okt, 23:20

Juristen gefragt!

„Körperpflege ist den Zebras besonders wichtig. Sie beknabbern sich dann gegenseitig die Körperteile, die sie selber nicht erreichen können.“

Erfreulich, dass sich hier nicht mehr so viele Biologen mit einem Tiernamen zu Wort melden, sondern stärker die Juristen auftreten, besonders weil der Zoodirektor den Fall „Abel-Skripchenko“ nach eigener Einschätzung ‚juristisch hochinteressant’ findet.

mehr Schafe (Gast) - Do, 22. Okt, 08:12

Wo sind die Schafe?

Hallo Ilja,
mir fehlen die Schafe. Die drei Typen auf dem Bild von der roten Straße zählen nicht, die sehen nicht wie *echte* Schafe aus. Bitte wieder mehr Schafe im Blog!
Das Ende mit dem Zug der das Pferd überfährt ist auch nicht korrekt, sondern nur sehr traurig.

Man könnte natürlich noch was über Partien gegen Hansen, wahlweise Ruck, Miladinovic, Pähtz, Maksimenko ... oder über "Aber dafür muss man Druck auf den Gegner ausüben," "Entkomme ich in einer Partie wenigstens ins Mittelspiel," usw. sagen, aber das würde wohl aus dem Rahmen fallen.

Bartkauz (Gast) - Do, 22. Okt, 11:30

Opferschaf

„Nur zu oft bin ich aber oft schon der Eröffnung das Opferschaf,…“

Hattest du das Schaf übersehen?

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