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Dienstag, 21. Juli 2009

Eschborn Open

Auch Turniertester Andreas Peschel war in der Zwischenzeit keinesfalls untätig und kann das Eschborner-Wochenend-Turnier durchaus für eine Teilnahme empfehlen.

Chaos

Fast hätte es in der deutschen Schachblogsphäre sogar zwei parallele Berichte zum am Wochenende vonstatten gegangenen 3.Dachsteinwelterbe-Schnellturniers (1.Preis 1500€) gegeben. Meine inneren Bedenken gegen eine fünfstündige Fahrt - natürlich pro Richtung!- hatte ich schon längst abgelegt und in Böblingen hätte mich um 4 Uhr morgens ein fahrbarer Untersatz erwartet, so dass ich hätte auf der Fahrt sogar ein wenig dahindösen können.
Dann kündigte sich allerdings am Freitag spontaner Besuch aus Las Vegas und Mannheim in meinem Hause an, was die ganze Wochenendplanung völlig über den Haufen warf. Für schlappe anderthalb Riesen den USA-Heimkehrer dazu zu bringen, die Nacht am Steuer zu verbringen, stand genauso absolut außerhalb meiner Macht, wie nach der Verkündung seiner Entscheidung (nicht zu fahren) um kurz nach 23 Uhr noch aus Bad Herrenalb nach Böblingen zu gelangen.
So wurde der Samstag größtenteils mit Chinese Poker (ein noch viel offensichtlicheres Glücksspiel als Hold'em :-D) und ein paar Bierchen in KA City verbracht, wobei ich mir zwischendurch noch das Recht rausgehandelt hatte, doch wenigstens am Sonntag das Turnier in Pfalzgrafenweiler mitspielen zu dürfen, wo es für den Ersten immerhin ein Zehntel des auf der österreichischen Bergspitze tags zuvor ausgespielten Betrages geben würde.
Nachdem mein vermeintlich härtester Konkurrent an diesem Tage mit einem besonders mafiösen Trick schon vor dem Turnier ausgeschaltet wurde (wir haben Till extra noch am Samstag angerufen und meinten, wir holen ihn in KA vom Bahnhof ab, taten es dann aber nicht, so dass er natürlich auch seine Zugverbindung verpasste :-D, warum reißt er uns aber auch erst 40 Minuten nach dem vereinbarten Treffpunkt aus dem Schlaf?!) hatte ich beim Turnier im Allgemeinen leichtes Spiel. Nur einmal in der 5 Runde hatte ich absolut unverschämtes Glück, als GM Vladimir Gurevich in einer absolut gewonnenen Stellung seinen angegriffenen Turm nicht wegzog. Sondern den Springer bewegte.

Gurevich

Am Ende war die Sache insgesamt klar, mit 8/9, nur mit zwei Remisen gegen Chev Chelios und Christoph Tiemann kam am Ende mit Ausnahme der fehlenden Null auf dem Umschlag doch ein bisschen Dachsteinwelterbe-Feeling auf :-)
Bei der durch Tills Anruf entbrannten morgendlichen Hetze muss ich gestehen, dass meine am Vortag bereitgelegte Digicam an diesem Tag leider unbenutzt zu Hause auf dem Schreibtisch liegen blieb. Wie im Übrigen auch der Shampoo, das Duschgel, der Rasierer und das neue paar Socken. Ein (neues? :-) ) Erfolgsmodell? ... Naja
Achso, ebenfalls zu Hause liegen gelassen wurde im Chaos die Telefonnummer des Veranstalters. Da ich an diesem Tag die Erfahrung machen musste, dass in dieser Region Deutschlands, in die mich das Schicksal verschlagen hat, nicht nur die Eisenbahnen sondern auch viele kleinere Land- und Waldstraßen einspurig verlaufen, zeichnete sich unterwegs aber leider eine gewisse Verspätung ab, weswegen sich unser Bordmechaniker gezwungen sah, morgens um 9 Dennes Abel anzurufen, um die besagte Telefonnummer herausfinden zu lassen. Er reagierte in durchaus nicht unüblicher Manier etwas mürrisch... dass wir ihn aber diesmal an seinem 20 Geburtstag aus dem Bett geholt hatten, fiel uns dann erst viele Stunden später ein... :-D

Von daher und um zum Ende zu kommen, ein paar Bilder werden gepostet, wenn sich die Turnierleitung endlich mal erbarmt, mir, wie versprochen, welche zu schicken. Sonst war aber fast alles gut gemacht, der Testbericht wird eine eher positive Note erhalten. Hier erstmal nur die übersichtlichste Schachhomepage Deutschlands, aber ich hoffe doch stark, da kommt noch was nach :-)

Hier erstmal von mir die so gut wie einzige ansehnliche Partie des Tages:
Pfalzrgafenweiler (cbv, 5 KB)
Pfalzrgafenweiler1 (pgn, 3 KB)

P.S. Wie vielleicht bemerkt wurde, ist der Direktor momentan nicht in gewohnter Häufigkeit im Zoo zu sehen. "Stichwort Klausurenzeit" muss ich an dieser Stelle entschuldigend hineinwerfen. Die ist aber zm Glück bald vorbei und als eines der Bonbönchen für die kommende Zeit ist im Schachzoo etwa die umfassende Berichterstattung von den Chess Classic in Mainz vorgesehen.

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